Gastfreundschaft statt Touristenfalle
theophil
Reichenbach, Sachsen, Deutschland
Review Submitted: May 22, 2008
Date of Stay: April 2007
Unser Aufenthalt ist zwar schon ein Jahr her, aber immer noch in so guter Erinnerung, dass wir unsere Erfahrungen auch jetzt noch gern weitergeben.
Wir waren mit 8 Personen (Großfamilie inklusive Schwiegerkindern) hier. Ich habe ehrlich gesagt nach dem Haken bei diesem für die Personenanzahl recht günstigen Angebot gesucht - aber keinen gefunden.
Das Haus liegt etwas abseits von Porto Empedocle (gerade so weit, dass auf dem Heimweg aus dem Ort per pedes die Pizza verdaut ist) auf einer Anhöhe. Der Blick zum Meer und in die Berge ist grandios - vor allem im Frühling, wenn Sizilien blüht. Tipp: Früh aufstehen, auf die Terrasse setzen und den Sonnenaufgang genießen, bevor alle nach dem Frühstück rufen.
Porto Empedocle bietet eine wundervolle Mischung aus Ursprünglichkeit, sizilianischem Lebensstil und touristischer Infrastruktur. Vom Supermarkt über Spezialitätenläden, Bars und Restaurants bis zum Barbier ist alles vorhanden. Beim Barbier verstehe ich zwar kein Wort, ist aber tausendmal schöner dort als mit dem elektrischen Rasierapparat vor dem Spiegel.
Die Sehenswürdigkeiten der Insel - Agrigento, Palermo, Siracusa und der Ätna - sind gut zu erreichen. Aber auch in der Nähe gibt es viel zu entdecken. Noch ein Tipp: Siculiana Marina - am Strand nach rechts gehen, im knietiefen Wasser um das kleine Vorgebirge waten, ein kleines Stück über Land - und man ist im Paradies: über 5 Kilometer unberührter Sandstrand (sogar Fußspuren sind selten) mit grandioser Kulisse im Naturschutzgebiet Torre Salsa.
In der Unterkunft fühlt man sich sofort wohl: ein großes KüchenWohnzimmer (auch im Winter interessant, da beheizbar), Erinnerungsstücke der Familie, alte Bücher (auch eindrucksvoll, wenn man nicht Italienisch kann). Ein Bad für 8 Personen ist morgens für deutsche Massstäbe ein bißchen eng, aber man kann ja auch zu Hause bleiben...
Der Gipfel jedoch ist die Herzlichkeit und Gastfreundschaft von Assunta und Nino - man fühlte sich wie zur Familie gehörig. Uns wurden öfters Kostproben der hiesigen Küche kredenzt - natürlich haben wir uns mit "deutscher Kost" revanchiert. Am letzten Morgen hat Nino sogar heimlich unser Auto gewaschen - und wir dachten, wir wären in Italien!
Recommended for:
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