Ein Traum im Dornröschenschlaf
Review Submitted: August 10, 2008
Date of Stay: August 2007
Traumhaft schönes, idyllisch gelegenes, naturbelassenes Anwesen in absolut ruhiger Alleinlage. So müssen die "Marken" sein! Nach 2 Wochen konnten wir auf diesem riesigen Grundstück immer noch Neues entdecken. Leider hatten wir das Appartement Jesi gebucht, das noch in seinem Dornröschenschlaf fristet. Offensichtlich wenig geliebt, dient es als etwas ungepflegte, schmuddelige Abstellkammer für die Wohnung Ancona, die alles hat, was man( bzw. wir uns) sich für das Appartement nur wünschen kann. Aber die "Ancona" wird auch von den Vermietern bewohnt, was der große Unterschied ist.Hervorheben möchte ich aber, dass "Jesi" eine Nordwohnung ist, also zu jeder Zeit angenehm kühl. Die Terrasse kann immer( außer bei Regen) benutzt werden, was bei "Ancona" etwas komplizierter ist. Um sicher zu gehen, dass wir den Pool auch die vollen 2 Wochen nutzen konnten, haben wir uns dann auch lieber selbst um die Pflege und Instandhaltung gekümmert. Wir hatten ja Zeit uns einzuarbeiten und der "Hausmeister" kam ca. alle 3 Tage und nahm seine Aufgaben genauso intensiv wahr, wie das Putzpersonal, nämlich so gut wie gar nicht. Liegestühle und Sonnenschirme sind äußerst knapp. Kaputte, die in den Ecken rumliegen, werden ja wohl nicht mehr mitgezählt?! Zur Lage möchte ich noch sagen, San Fortunato ist ohne Navi nicht ganz so leicht zu finden. Es ist umgeben von sehr steilen Schotterstrassen. Der nächste grössere Supermarkt ist etwa 15 Autominuten entfernt. Also überlegen, was man braucht.Am hauseigenen Pizzaofen kann man mit etwas Übung super Pizza backen. Man kann wunderschöne Ausflüge machen und Italien pur erleben, ohne ein deutsches Wort zu hören, gleichzeitig ist man aber in 30 Minuten am Teutonengrill von Senigallia. Versuche, den Vermieter nach unserer Rückkehr zu kontaktieren und ihn auf die Missstände aufmerksam zu machen schlugen fehl. Er reagierte einfach nicht. Schade, denn so professionell und geschäftsmässig wie er in der Vertragsabwicklung ist, sollte er auch im nachträglichen Kontakt sein, wenn der Kunde eben nicht ganz so zufrieden war. Abschliessend möchte ich doch sagen, dass es ein toller Urlaub war, den wir weiterempfehlen können, wenn man bereit ist, anfangs evtl. selbst den Putzlumpen zu schwingen und ein wenig Ordnung zu schaffen.
Owner's Response: Da vermietet man seit Jahren seine heißgeliebte eigene Immobilie und dann passiert irgendwann doch der größtmögliche Albtraum eines jeden Vermieters - Hier in Form dieses netten Pärchens.
Während dieser Mietung in 2007 mußten wir einen plötzlichen und unerwarteten Schwund der Bestuhlung verzeichnen, der Griff an der Waschmaschine wurde abgerissen etc. Unser "Hausmeister", der wirklich alle 2-3 Tage nach dem Pool und dem Rechten sieht, wird auf einmal unzuverlässig und arbeitsscheu.
Vollkommen fassungslos war unsere Putzfrau: Ihr wurde von der guten deutsche Hausfrau stolz präsentiert, wie gut man originalen italienischen Cotto-Boden mit Olivenöl !! versiegeln kann. Unglaublich.
Seit über einem Jahr ärgern wir uns nun über diesen dunkel verfärbten Cotto-Boden, die Ölflecken sind nicht mehr zu beseitigen.
Das die Mieter trotzdem einen "tollen" Urlaub hatten liegt wohl doch an der außergewöhnlichen Qualität des Anwesens, sich davon zu überzeugen laden wir unsere Interessenten herzlich ein.
Im Rückblick auf diese Mieter verbleibt bei uns allerdings kein tolles Gefühl sondern eher trauriges Bedauern über die merkwürdige Grundeinstellung zu fremdem Eigentum.
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